Reguläre Lehrer
Thomas Rieser

Den ersten Kontakt mit der schönen Welt des Argentinischen Tango hatte Thomas während seiner Ausbildung zum Bewegungslehrer und /-therapeuten von 1998-2000 in Stuttgart. Anschließend in Berlin, im Jahr 2000, hatte Thomas das Glück bei Udo Hartmann seinen ersten Tanzkurs zu belegen. Die Freude und Innigkeit, mit der Udo unterrichtet und getanzt hat, sind ein Ideal für den eigenen Unterricht und Tanz geworden. Unterricht, Zusammenarbeit und Freundschaften mit vielen Tangotänzern, -lehrern, und -organisatoren im In- und Ausland haben Thomas Verständnis des Tango, seinen Tanz und seinen Unterrichtsstil geprägt. Die individuelle Entwicklung jedes Schülers mit den Anforderungen einer Gruppe zu verbinden, hat sich über die Jahre als eines der besonderen Interessen und Aufgaben im Unterricht, wie auch bei der Organisation der Schule, entwickelt. Der einzelne Mensch steht im Zentrum, gleichzeitig bedarf es dem aktiven Bemühen um eine soziale Kultur, was nach Thomas Ansicht dem zentralen Anliegen des Tango entspricht.
Im Jahr 2004 hat Thomas die Schule Nou Tango Berlin in Charlottenburg gegründet. 2008 kam ein zweiter Standort hinzu, das El Yeite in Prenzlauer Berg. 2010 ist dieser Ort nach Mitte umgezogen, wo es nun neben dem Nou in Charlottenburg eine zweite Heimat in Berlin gibt. Die Leitung der Schule versteht Thomas neben anderem als Aufgabe, positive Impulse für den Tango in Berlin, und darüber hinaus, zu geben. Die Kultur dieses Tanzes lebt durch jeden Tänzer, und nur durch uns kann er bestehen und sich weiterentwickeln. Tango ist ein zeitgenössisches Phänomen, mit einer langen Tradition, der sich Thomas verpflichtet fühlt.
Thomas hat Kunstwissenschaft und Philosophie studiert, und 2009 an der HU Berlin bei Horst Bredekamp als Magister abgeschlossen. Bei einem einjährigen Studienaufenthalt 2002-03 in Berkeley, Kalifornien, hat er Erin kennen gelernt, mit der er seit dem 6. August 2005 verheiratet ist. Erin und Thomas haben eine gemeinsame Tochter, Arielle, die am 15. März 2009 geboren wurde. Seit Februar 2009 widmet Thomas seine Aufmerksamkeit Vollzeit und hauptberuflich seiner Arbeit als Tangolehrer und /-veranstalter.
Kontakt: thomas(at)noutangoberlin.de, 0179/9492761, 030/53660607
Hagen Schröter

Hagen kam im Jahr 2000 nach Berlin, um Tango zu lernen. Seitdem hat ihn die Begeisterung für diesen Tanz nicht mehr losgelassen. Die Entwicklung seines Tanzens beschreibt er selbst als eine stetige Konfrontation der für den Tango typischen Strukturen mit Bewegungsmöglichkeiten, die er in seinem Körper entdeckt. Entscheidende Prägungen erhielt er von Lito Breglia (Buenos Aires), Udo Hartmann (Berlin), Homer Ladas (San Francisco), Chicho Frumboli und Horacio Godoy. Als seine wichtigsten Lehrer betrachtet er die Musik und seinen eigenen Körper, in denen nach seiner Ansicht alles nötige Wissen enthalten ist. Viele würden sagen, er tanze Neo-Tango. Er würde sagen, er tanze einfach Tango. Traditionelle wie auch moderne Ausdrucksmöglichkeiten verbindet er mit eigenen Ideen, sofern sie seinem Gefühl für die Musik entsprechen.
Hagen unterrichtet seit 2004 bei Nou Tango Berlin. Seitdem strebt er danach, die hilfreichen Ideen seiner Lehrer zu verwerten, diese aber immer wieder zu hinterfragen und neue eigene Konzepte zu finden. Er vermeidet explizit einen besonderen Stil zu unterrichten, sondern versucht seinen Schülern die Grundlagen mitzugeben, um Ihren eigenen Stil, Ausdruck und vor allem Freiheit im Tanz zu finden.
Seit 2005 organisiert Hagen die Milonga am Dienstag im Clärchen‘s Ballhaus, legt dort die Musik zum Tanzen auf. Auf diversen nationalen wie internationalen Festivals, Marathons und Seminaren ist er als DJ oder Lehrer anzutreffen. Seit 2010 organisiert er mit Thomas das Studio in Mitte von Nou Tango Berlin.
Derzeit vertieft er seine Fähigkeiten und didaktischen Qualitäten mit intensiver Yogapraxis und der Auseinandersetzung mit der menschlichen Anatomie.
Kontakt: hagen(at)noutangoberlin.de, 0157/77825898
Homepage: www.tangomovement.de
Sigrid van Tilbeurgh

Sigrid wuchs im Südwesten Frankreichs auf, wo sie 13 Jahre lang Ballett tanzte. Später kam noch moderner Tanz für 6 Jahre hinzu. Neben ihrem vollen Tanz-Stundenplan studierte sie spanische Sprache und Literatur an der Universität Toulouse. Den Tango entdeckte sie 1998 und wurde hauptsächlich von drei Personen beeinflusst: Hernán Obispo, Christophe Lambert und Moira Castellano. Ihre eigenen Fähigkeiten entwickelten sich schnell und so wurde sie bereits im Jahr 2000 gebeten, Tango zu unterrichten. Sie nahm diese Möglichkeit war, um ihr Talent fürs Unterrichten zu entfalten. 2004 verbrachte sie ein Jahr in Buenos Aires, perfektionierte ihren Tanz und erweiterte ihre Kenntnis des Tangos. Zwei Jahre später zog sie nach Paris und begann, mit Mazen Kiwan, in ganz Europa zu unterrichten.
Seit 2008 lebt Sigrid mit ihrem Mann und Kind in Berlin, und unterrichtet und tanzt neben ihren regulären Kursen weiterhin international mit verschiedenen Partnern. Ihre gut besuchten Frauentechnikkurse werden in vielen europäischen Städten geschätzt. Zurzeit arbeitet sie mit Daniel Carlsson aus Malmö (Schweden). Wenn sie Tango tanzt, wird Sigrids raffinierte Eleganz mit großartiger musikalischer Interpretation ergänzt. Dank ihrer Erfahrung und Technik erscheinen ihre dynamischen Bewegungen mühelos und frei. Im Unterricht liegt der Fokus auf der präzisen Technik der Teilnehmer. Sigrid hat das Anliegen, dass alle dem Unterricht physisch folgen können, und die Themen im Detail umsetzen und tanzen können; dann lassen sie sich aufeinander aufbauen, und schließlich im Tanzfluss sauber improvisieren.
Kontakt: sigrid(at)noutangoberlin.de, 0151/22835715
Homepage: www.tecnicadelarte.com
Gaia Pisauro

Mit fünf Jahren schon wollte Gaia Tänzerin werden, und so begann sie klassischen und modernen Tanz in Rom zu studieren. Ihr Diplom zur Tanzlehrerin machte sie 1995 in Paris; wo sie, drei Jahre später, zufällig den Tango Argentino für sich entdeckte.
Zwischen ihrem Job als Kellnerin und ihrem Literaturstudium an der Universität in Paris, begleitete sie einen Freund jeden Abend in eine Tangoschule. Zwar entwickelte sie schnell ihre Kenntnisse, bedingt durch ihre Vorbildung als Tänzerin, doch zeigte sich auch, dass sich die spezifischen Elemente des Tangos nicht überspringen lassen, und wie schwer es sein kann, einfach nur zu gehen. Und so machte sie geduldig und neugierig in der Grundstufe weiter.
Viele verschiedene Lehrer haben Gaia auf ihrem Weg begleitet und inspiriert, darunter: Alejandra Mantinan, und Horacio Godoy, der ihre "Eingangtür" in die Welt des Tangos in Buenos Aires war. Weiterhin nennenswert sind unter anderen Gustavo Naveira, Chico Frumboli, und Eugenia Parilla, die sie auch heute noch begleiteten und prägen auf der Reise des Tango in all seinen Ebenen: des Verstandes, der Technik und dem Gefühl, zwischen dem künstlerischen Ausdruck, und dem sozialen Tanz auf den Milongas.
Einer Einladung folgend besuchte Gaia 1998 zum ersten Mal Berlin und fühlt sich seither hier zuhause. Seit vielen Jahren unterrichtet sie in ganz Europa auf Festivals und lokalen Workshops. Die kälteren Monate verbringt sie gerne in Argentinien, wegen der Sonne und des Tanzes natürlich.
Wenn Gaia tanzt, sei es eine Show oder aus Vergnügen, sucht sie die Verbindung klassischer und moderner Elemente in der Improvisation und in der Spontanität und Aufrichtigkeit der Bewegung. Die Musik und die Verbindung zum Partner sind ihre Steckenpferde im Tango.
Sie versucht Präzision und Präsenz in der Bewegung zu vermitteln, und unterrichtet diese in einer spielerischen Art. Die individuelle Entwicklung jeden Schülers in der Gruppe hat sie sich als Ziel für ihren Unterricht gesetzt.
Kontakt: gaia(at)noutangoberlin.de, 0174/5411067
Homepage: www.egotango.com
Leandro Furlan

Leandro wuchs in La Plata, einer Stadt unweit von Buenos Aires, auf, wo er zehn Jahre lang intensiv Tennis, Artistik und Gymnastik spielte, lernte und trainierte. Tango begleitete ihn als „Hintergrundmusik“ seines Lebens im Radio, im Fernsehen und ab und zu abends in den Milongas. Doch erst durch die Begegnung mit Carlos Perez, Martin Gutierrez und Moira Castellano wurde der Tango zu einer Leidenschaft, die in das Zentrum seines Lebens rückte.
Leandro begann in Buenos Aires Tango zu studieren, und lernte unter anderem bei Chicho Frumboli und Sebastian Arce sein tänzerisches Repertoire zu entfalten und erweitern.
Leandros Tanz ist gefühlvoll und dynamisch, und spiegelt die Kraft und Melancholie der Musik und der Texte wider, denen er versucht Ausdruck zu verleihen.
Im Jahr 2005 reiste er das erste Mal nach Europa, wo seither Berlin zu seiner Heimat geworden ist. Hier lebt und arbeitet er als Showtänzer, Lehrer und Tango DJ. Neben den regelmässigen Kursen im Nou unterrichtet er viel im Ausland, gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Gaia Pisauro. Im Unterricht will Leandro die Freiheit des Tanzes verdeutlichen, und das Körpergefühl seiner Schüler entwickeln. Seine Erfahrungen aus Yogapraxis, Contemporary Dance und Capuera sind dabei oft eingesetzte Hilfsmittel. Mit viel Hingabe steht stets vor allem aber die Essenz des Tangos immer wieder im Vordergrund: die Verbindung von zwei Menschen.
Kontakt: leandro(at)noutangoberlin.de, 0176/24699343
Homepage: www.egotango.com
Adeline Ireland

Bevor Adeline 2002 den argentinischen Tango entdeckte tanzte und unterrichtete sie bereits viele Jahre Jazz und Aerobic. Von ihrem ersten Tangoerlebnis an war sie von der unvortäuschbaren Intensität und Durchsichtigkeit verzaubert, mit der sich zwei Menschen im Tango zur Musik begegnen. Diese Faszination führte sie in der Folge zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Tango. Ende 2006 begann Adeline in Berlin Tango zu unterrichten. Direkt nach ihrem Magisterstudium der Gender Studies und der Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin lebte sie für einige Monate in Buenos Aires, um ihr Verständnis für den Tango zu vertiefen. Seit diesem Zeitpunkt widmet sie sich ganz dem Tanz und ist inzwischen seit mehr als fünf Jahren full-time als freie Tangolehrerin in Berlin tätig. Ihr Wunsch, die Effektivität ihrer Unterrichtstätigkeit stets zu vergrößern, bewegte Adeline an diversen Teacher Trainings weltweit teil zu nehmen. Zudem hat sie eine einjährige Weiterbildung als Tanzpädagogin am IBT erfolgreich absolviert.
Adeline arbeitet in den drei größten Tangostudios Berlins (Nou, Mala Junta, Tangotanzen macht schön). Sie unterrichtete bereits gemeinsam mit einer bunten Vielzahl an Kollegen und Kolleginnen, was ihr die Gelegenheit bot, ein tiefes und umfangreiches Verständnis sowie eine große Offenheit für verschiedene Tanzstile und -techniken zu entwickeln. In ihrem Unterricht möchte sie ein Vertrauen in den eigenen Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten vermitteln sowie eine selbstbewusste und zugleich einfühlende Verbindung zum/r Partner/in entwickeln, so dass Tango als Bewegungsform eine Option von vielen ist.
Im letzten Jahr brachte sie die Liebe um die Welt: Sie tanzte und unterrichtete auf zahlreichen Festivals und in vielen Städten der USA und Kanadas (San Francisco, New York, Los Angeles, Washington DC, Vancouver,...). Sie gab gemeinsam mit ihrem Mann, Korey Ireland, Tanz- und Musikworkshops. Nach einem Jahr des Tourens freut sich Adeline nun wieder auf die spannende beständige Zusammenarbeit mit ihren Schülern und Kollegen in Berlin.
Kontakt: adeline@noutangoberlin.de, 0163/6829660
Homepage: www.koreyadeline.com
Korey Ireland

Korey Ireland ist Komponist, Musiker und Tänzer. Vor rund 10 Jahren wurde er vom Tango unwiderruflich in den Bann gezogen. In seinem Unterricht bringt er lebenslange musikalische Erfahrung ein sowie einen unlöschbaren Durst nach Tango. Seinen Tanz entwickelte er auf unzählbaren Tanzflächen sämtlicher Tangohauptstädte weltweit. Dabei wurde er durch den Unterricht bei spektakulären Lehrern (Winkler, Jeurissen, Valle, Navera, Krebs) geprägt. Korey wuchs in Kansas City auf. Seit über acht Jahren reist er nunmehr als Tangolehrer durch England, Holland, Spanien, Deutschland, Russland, die USA und Argentinien, und teilt seine Leidenschaft für den Tango, die Musik, den Ausdruck und die Verbindung mit anderen. In den letzten Jahren erweiterte sich seine Tätigkeit als Tänzer und Tanzlehrer mehr und mehr auch in den Bereich der Tangomusik. Er kreiert zusammen mit aufstrebenden Tangomusikern auf Festivals in Nordamerika und Europa Live-Musik für Tänzer. So leitete er, um nur ein Beispiel zu nennen, im November 2009 das „Monster Orchestra" von „Tango de los Muertos", woraus eine live CD mit seinen Arrangements und Transkriptionen entstanden ist. Zu Koreys aktuellen Projekten zählt die Gründung von Community-Tango-Orchestern, wie z. B. in Washington DC und auch hier in Berlin.
Kontakt: korey(at)noutangoberlin.de, 0157/73803856
Homepage: www.koreyadeline.com
Ilka Puschmann

Ich war schon immer gerne in Kontakt mit Menschen und habe in verschiedensten Zusammenhängen gerne unterichtet (kirchliche Jugendgruppen geleitet, Seminare für eine große Gewerkschaft geteamt), in meinem Studium –evangelische Theologie- haben mir besonders das Fach der praktischen Theologie und die Seelsorgeausbildung Freude gemacht. Nach dem Studium kam dann noch eine Ausbildung in Gestalttherapie, Psychodrama und Familienaufstellung dazu.
Irgendwann einmal haben mich ein paar Leute auf eine Milonga mitgeschleppt. Ich war hin und weg die Leute da Tanzen zu sehen, die Musik zu hören und die Atmosphäre ... wir drei Frauen in unserer Gruppe hockten da wie die Hühner auf der Stange, als plötzlich einer, der offensichtlich besonders gut tanzen konnte, die erste von uns aufforderte. Nein nein, wehrte diese ab, ich kann nicht gut genug tanzen, mache erst einen Mittestufekurs. Egal, antwortete der Tänzer, ich führe. Und die beiden tanzten, dann brachte er sie zum Platz zurück und fragte die nächste. Nein nein, ich bin erst im Anfängerkurs. Egal ich führe. Und dann forderte er mich auf. Nein, wirklich nicht, ich habe noch gar nicht, noch nie getanzt. Egal, ich führe. Und so tanzte ich die ersten Schritte und war fortan absolut infiziert. Ich hatte dann aber eine echt lange Inkubationszeit, weil ich keinen in meinem Bekanntenkreis fand, der Lust und Talent gehabt hätte, mit mir einen Kurs zu belegen. Kommissar Zufall in Gestalt einer Mitfahrgelegenheit, die mir unvorsichtigerweise erzählte, er tanze Tango, ließ den Tangovirus unwiderruflich ausbrechen: Er wurde sofort verhaftet, mich mal mitzunehmen zu einer Milonga.
Im ersten Jahr ging ich einfach nur tanzen, dann begann ich Unterricht zu nehmen, mehr und mehr auch zu unterrichten. Unterbrochen wurde dies nur von zwei kleinen süßen Jungs, mit denen ich zweimal in Babypause war.
Sich zu zweit zur Musik zu bewegen und sie zu interpretieren, den Kontakt zu suchen zu sich, zur/zum Partner/in, zum Raum, zur Musik... die Momente, in denen dieser wunderbare flow entsteht, sind ein riesiges Geschenk.
Einerseits ist die Technik dafür wirklich wichtig, und ich kann da echt pingelig sein und es macht mir Spaß, sowohl als Lernende als auch als Lehrende, da ganz genau zu arbeiten. Einzelheiten bildhaft zu verpacken finde ich sehr hilfreich. Andererseits ist mir ganz wichtig, den Spaß und die Freude am Tanzen zu vermitteln, nicht nur „an den Ochos zu arbeiten“ etc , sondern zu TANZEN! Ich finde es ganz spannend mit den Rolle Führen/Folgen zu spielen und es ist mir ein Anliegen, nicht nur Schrittfolgen zu vermitteln, sondern den Kontakt, aus dem heraus sie entstehen und kommuniziert werden und das „aktive Folgen“ der Frauen zu finden.
Ich freue mich auf's Unterrichten! Mal sehen, ob ich Euch „anstecken“ kann ...
Kontakt: ilka(at)noutangoberlin.de, 0177/4227509
Felix Naschke

Meine erste Tangostunde hatte ich im April 2006. Es war ein Wochenendworkshop in einem kleinen Dorf (Möbiskruge) in einer Gaststätte. Meine Schwester hat mich dazu gezwungen und so hatte ich keine Wahl; sie tanzte schon ein Jahr. Ich hatte eine jüngere Tanzpartnerin, sie tanzte auch schon ein Jahr und deshalb war es dann auch ganz gut für mich. Es hat Spaß gemacht ihr auf die Füße zu treten um mich dann danach gleich wieder zu entschuldigen. Aber Scherz beiseite: ja, das waren meine ersten Tangostunden. Von dort an tanzte ich ca. einmal die Woche á zwei Stunden zwei Jahre lang. Mehr im Herbst und im Winter, da ich im Frühling und Sommer sehr viel Angeln war, und auch lieber Motorrad fuhr anstatt Tango zu tanzen. Ich arbeitete auch in einer Stahlfabrik, meist 10-11 Stunden pro Tag, deshalb war dann nicht so viel Zeit zum tanzen.
Oliver und Lilly, bei denen ich angefangen habe Unterricht zu nehmen, haben immer wieder Gastlehrer zu uns ins Dorf geholt für Wochenendworkshops. Eines Tages kamen Ines und Constantin aus Berlin. Ich fand Constantin sehr cool, von seiner Art her und in seinem Unterricht. Wir wurden dann schnell gute Freunde, und später so etwas wie Brüder, er der große und ich der kleine. Von diesem Zeitpunkt an habe ich sehr viel Unterricht bei ihm genommen. Im August 2009 bin ich schließlich nach Berlin gezogen, und habe ein halbes Jahr nur getanzt, jeden Tag, jede Nacht. Das war wohl meine bisher beste Zeit in meinem jungen Leben. Am 1. März 2010 trat ich meinen Zivildienst an. Am Tag habe ich in einer Kinderkrippe gearbeitet und Nachts war ich tanzen.
Ja, und nun versuche ich meinen großen Traum wahr zu machen, und arbeite mit Tango. Seit September 2010 unterrichte ich regelmäßig bei Nou Tango Berlin. Ich arbeite als DJ im Ballhaus Rixdorf und im Roten Salon, und habe auch bereits in anderen europäischen Städten aufgelegt, und ich tanze Shows.
Kontakt: felix(at)noutangoberlin.de, 0152/09001231
Basak Evran

Wie mein Name schon vermuten lässt komme ich aus der Türkei. Ich bin dort geboren und aufgewachsen. Mit 7 Jahren wollte ich, wie alle kleinen Mädchen, diese süßen rosa Spitzenschuhe und ein Tütü tragen. Also habe ich mit Ballett angefangen, und das sehr intensiv. Aber langsam verflogen meine romantischen Mädchenträume vom Schwanensee. Nicht, dass er mir keinen Spaß mehr gemacht hat, aber es war ein täglicher Kampf, unermüdliches Training, dass immer mit Schmerzen verbunden war. An meiner Ballettschule in Istanbul habe ich bei einem Tango-Jazz Projekt mitgetanzt, dessen Choreografin Argentinierin war. Ich habe mich sofort in die Musik des Tangos verliebt. Ich wollte ihn tanzen, ständig, IMMER.
Mit Ballett habe ich also aufgehört, und widmete dann, neben dem Studium in Deutschland, meine volle Aufmerksamkeit dem Tango, der mich schließlich auch nach Buenos Aires führte. Dort tanzte ich überall, auf den Straßen, auf den Milongas, in den Studios, und vergaß teilweise zu essen und zu schlafen. Ich war wie verloren.
Das ist mittlerweile schon 4 Jahre her. Ich esse und schlafe wieder regelmäßig. Doch die Leidenschaft zum Tango habe ich nicht verloren. Ganz im Gegenteil ... ich nehme den Tango immer bewusster wahr und auf. Diese intensive Beziehung brachte mich auch zum unterrichten. Denn diese Freude am Tanz möchte ich gerne weitergeben.
Kontakt: basak(at)noutangoberlin.de
Homepage: www.lostintango.de
René Löffler

Ich hatte nie Lust zu tanzen. Nicht als Teenager und auch nicht später. Diskotheken waren mir immer zu laut und zu verraucht und Paartanz war bei uns eher auch nicht so angesagt. Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte, aber es war einfach nicht so mein Ding. Mein Ding war Snowboarden und Surfen, davon konnte ich nie genug bekommen. Ich war süchtig danach. Was mich aber am meisten geprägt hat und wovon ich heute immer noch profitiere, ist Kung Fu und Qi Gong. Die geschmeidigen Bewegungen, die Akrobatik, die explosionsartig freiwerdende Kraft, die Präsenz in jeder Bewegung, kurz gesagt, absolute körperliche und geistige Kontrolle, das war für mich faszinierend und fesselnd. Irgendwann war meine Zeit in meiner Heimatstadt Regensburg vorbei und ich zog nun weg. Erst in die Schweiz (Snowboarden), Malaysia (Kung Fu), Bielefeld (die Frauen), und bevor es nach Berlin (Studium) ging machte ich noch für zwei Jahre Stop in Köln (wieder die Frauen), wo mich auch letztendlich der Tango heimsuchte. Ich lernte meine damalige Freundin beim Kung Fu Training kennen. Sie selbst war Tangolehrerin und Showtänzerin. Aber selbst als wir zusammen waren, interessierte mich Tango nicht sonderlich. Mit der Zeit aber, kamen immer wieder Argentinier zu Besuch, ich begleitete sie ab und zu, zu diversen Auftritten und zum Unterricht. Und langsam, aber sicher wurde ich immer mehr vom Tango angefixt. Ich wollte es wissen. „ Wie bringe ich die Frau dazu, dass zu tun, was ich möchte“. Dieser Frage wollte ich nun auf den Grund gehen. Mit der gleichen Hingabe mit der ich Kung Fu verfolgte, sog ich den Tango in mich hinein. Und ich saß ja schließlich auch an der Quelle. So verging ein Jahr intensiven Trainings mit vielen Höhen und natürlich nicht zu vergessen mit zahlreichen ("verdammt ich hab keinen Bock mehr auf den Sch...") Tiefen. Die Beziehung verflog, der Tango blieb. Und dann gings ab nach Berlin, aber das ist eine andere Geschichte ;-)
Kontakt: rene(at)noutangoberlin.de, 0176/84050627
Homepage: www.lostintango.de
Claudia Laufer

Tango hat Claudia im April 2006 gefunden. Getarnt in Form eines harmlosen Flyers in der Hand eines ebenfalls harmlos aussehenden Mannes, am Eingang eines Kinos in dem zufällig „12 Tangos“ von Arne Birkenstock lief. Danach folgte ihr erster Tanzkurs in Erfurt bei Maike & Klaus. Schnell war klar, dass eine Milonga in der Woche einfach zuwenig ist und sie packte ihre Sachen und tanzte sich eine Weile durch Frankreich und kam schließlich in Berlin an. Und wer frisch nach Berlin kommt und eben erst tangoinfiziert wurde, hat eigentlich keine andere Wahl als tagsüber zu schlafen und nachts zu tanzen und das jeden Tag. So verging die Zeit. Claudia lernte die Technik im Laufe der Jahre durch Berliner Lehrer, in Workshops von Gastlehrern und natürlich durchs tanzen selbst.
Im Mittelpunkt des Tango steht für sie die Qualität der Umarmung und der spielerische Umgang mit der Musik. Das Tango tanzen bedeutet für sie in erster Linie Einlassen auf den Partner und die Entwicklung eines feinen Körperbewusstseins.
Claudia hat Modedesign an der HTW-Berlin studiert und im Herbst 2010 mit dem Bachelor abgeschlossen. Seit April 2011 vervollständigt sie ihre Ausbildung mit einem Master in Modedesign.
Kontakt: claudia(at)noutangoberlin.de, 0178/6441781
Timo Kummerow

Früher wurde mein Leben von Feldhockey und Windsurfen bestimmt, bis mich eine Freundin zu meiner ersten Tangostunde mitnahm. Nicht aus Lust am Tanzen, sondern eher aus Interesse an ihr kam ich mit, verliebte mich jedoch nicht in sie, sondern in den Tango. Sie ging, der Tango blieb.
Seitdem beherrscht der Tango, neben dem Medizinstudium, mein Leben. Jede freie Minute, die ich nicht büffelnd in der Bibliothek sitze, verbringe ich mit dem Tanzen auf Milongas, bei den Studentenkursen und beim freien Trainieren mit Freunden aus der ganzen Welt.
Was mich am Tango fasziniert, ist die Umsetzung der Musik in Bewegungen. Je nach Musikstück, Partnerin und eigener Stimmung kann man sie immer neu interpretieren und es eröffnen sich unendliche Möglichkeiten, die man zusammen entdecken kann. Mal todernst, mal lachend gibt mir der Tango die Gelegenheit abzuschalten und viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen.
Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit einen Monat nach Buenos Aires zu gehen. Dort nahm ich viel Unterricht, vor allem bei Cecilia Piccinni und verbrachte fast jede Nacht auf den Milongas dieser wunderschönen Stadt. Dort habe ich viel über die sozialen Aspekte des Tangos gelernt. Für ich ist es mehr als nur ein Tanz geworden…
Kontakt: timo(at)noutangoberlin.de
Ellie Mutchler

For the first 19 years of my life I was a dedicated non-dancer, being shy, lanky and more inclined towards Jiu Jitsiu and rock climbing than high heels and hugging. In an attempt to prove unequivocally to friends and relations that I had not a graceful bone in my body and should be allowed to live out my life without ever being asked to dance in public, I took my first dance class, stubbornly intended to be my last.
This plan backfired and within a week I became a regular at the Brattleboro Area Argentine Tango Society, 80km from my small New Hampshire hometown. Unlike climbing rocks, Argentine Tango was not an easy interest to pursue in the woods of New England so it was a couple years before it could develop into an obsession. Eventually a design internship in London provided me with several months of easy access to nightly classes and milongas.
At this point it became clear that I needed something more than New Hampshire could offer, and so I set off for parts unknown. I danced my way up and down the eastern US, across Europe (in search of a job) I traveled to Buenos Aires and for three months took countless classes, spending every night at various milongas. Ultimately I was drawn to Berlin in search of the elusive “tall tango leader” in their natural habitat.
I love that tango is not limited to one “ideal” style or dancer. The hybrid of things I have learned over the years, even with no traditional dance training, makes me happy and I enjoy working with students to find common points, to help non-dancers become dancers; confident, comfortable and at least a little obsessed.
Kontakt: ellie(at)noutangoberllin.de
Registration
Arne Broy
Daniel
Ekko Czajkowski
Melanie Waldheim
Sarah Bennani
Tess Schirmer
Kontakt: tobias(at)noutangoberlin.de
Unser Team, Fotos von März 2011
Alle Fotos von Wolfgang Frank. Von links oben: Ekko, Arne, Hilmar, Basak, Stefanie, Johanna, Sigrid, Thomas, und weiter links unten: Tobias, Felix, René, Hagen, Timo. Gaia, Leandro, Erin, Claudia, Ellie, Simone und Ilka sind nicht auf dem Foto.





